Dienstag 26.09.2017, 20:00

Where: Kaserne Basel
Genre: Theater/Performance

Im Rahmen einer aussergewöhnlichen Kooperation wird in Basel die Vielfalt und Breite der Schweizer Performancekunst von 1960 bis in die Gegenwart gefeiert: Das Museum Tinguely, die Kaserne Basel und die Kunsthalle Basel nähern sich in Zusammenarbeit mit dem Centre culturel suisse den unzähligen Aspekten des performativen Schaffens in der Schweiz an. Die Kaserne Basel zeigt vom 26.9. – 1.10. künstlerische Arbeiten zwischen Performance und Choreografie in denen sich die Körper in einem Spektrum von ausgestellter Objekthaftigkeit bis hin zur organisierten Choreografie in Zeit und Raum bewegen. In «Myousic» untersuchen Dimitri de Perrot und Julian Sartorius das Verhältnis zwischen Aufführung und Publikum und erzeugen bewusst täuschende Wahrnehmungen. Im Anschluss gibt Marie-Caroline Hominal mit «Silver» eine berauschende Club-Performance zwischen elektronischer Musik und Exzess. Ausserdem lädt sie die Zuschauer_innen zu der intimen Performance «The Triumph of Fame» in ihren Backstagebereich ein. Die gealterten «Blue Tired Hereos» von Massimo Furlan durchlaufen die Basler Innenstadt als erfahrene Männer in Supermen-Kostümen. Das Publikum begleitet sie auf ihrem Erinnerungstrip. Der Tänzer und Choreograf Foofwa d’Imobilité realisiert mit seinem «Dancewalk» einen künstlerischen Bannwalk entlang der Grenze zwischen Basel-Stadt und Baselland und tanzt sich in «Condanced Histories» durch 125 Jahre Tanzgeschichte. Hahn Rowe und Simone Aughterlony stellen sich in der Performance «Biofiction» in grellrosa-fleischigen Kulissen mit Holzwerkzeug, Seilen und elektronischer Musik gegen übliche Konventionen und generieren ein queeres Bewusstsein gegen normative Zuordnungen. La Ribot, die Genfer Tanz- und Performancekünstlerin, kombiniert in ihren «Distinguished Hits 1991-2000» die Wildheit und die Kultiviertheit ihres eigenen Körpers, um sich in ständiger Wandlung neu zu erforschen. Am selben Abend gibt es ein extravagantes Konzerterlebnis mit OY und Mister Milano. Teils sichtbar, teils unsichtbar, hörbar oder spürbar erfinden die eingeladenen Künstler_innen jeweils neue Spielregeln des performativen Ereignisses.

Programm in der Kaserne Basel

Dimitri de Perrot mit Julian Sartorius (CH)
«Myousic»
Di 26.9. / 20 Uhr

Marie-Caroline Hominal (CH)
«Silver»
Di 26.9. / 21.30 Uhr

Foofwa d’Imobilité (CH)
«Basel.Dancewalk (Stadt-Landschaft)»
Di 26.9. / 14 Uhr / Start: Eingang Gartenbad Bachgraben

Foofwa d’Imobilité & Jonathan O’Hear (CH)
«Condanced Histories»
Mi 27.9. / 20 Uhr

La Ribot (ES/CH)
«Distinguished Hits 1991-2000»
Fr 29.9. / 20 Uhr

Marie-Caroline Hominal (CH)
«The Triumph of Fame»
Fr 29.9. / 15 – 21 Uhr (Einlass alle 20 Minuten) / Treffpunkt: Kasse Kaserne Basel
So 1.10. / 15 – 21 Uhr (Einlass alle 20 Minuten) / Treffpunkt: Kasse Kaserne Basel

OY & Mister Milano
Konzerte
Fr 29.9. / Türöffnung: 21.30 Uhr

Massimo Furlan (CH)
«Blue Tired Hereos»
Sa 30.9. / 14 & 16 Uhr / Startpunkt: Kaserneareal

Simone Aughterlony & Hahn Rowe (CH/D/US)
«Biofiction»
So 1.10. / 19 Uhr