Samstag 29.11.2014, 20:30

Where: Basel
Genre: Singer Songwriter

Lea Lu ist wieder da. Ihr neues Album, «2», ist die Geschichte eines Comebacks. Lea Lu legt den Schalter um: Nach ihren zwei schlanken, akustischen Alben stöpselt die 29-jährige Zürcherin nun die Elektronik ein. Im Eröffnungsstück, «I Want My Colors Back», prescht die Prix-Walo-Gewinnerin gleich mit einem verzerrten, dicken Beat vor. «I Got Into Love» legt mit einem schnörkellosen Club-Rhythmus nach, der in einem schwer verknallten Sommerhit-Refrain aufgeht. Unwiderstehliche Gutelaunemusik gelingt ihr da- doch «2» hat zwei Seiten.

Support: Frank Powers

Nach einem Hörsturz hatte sich Lea zurückgezogen. Weg war auch ihre Fähigkeit, Töne als Farben wahrzunehmen. Doch eine Lea Lu lässt sich nicht unterkriegen, im Gegenteil: Sie fand gerade in der Schwäche eine, wie sie sagt, «ungeahnte Lebendigkeit. Plötzlich war da diese unbändige Energie!»
«Ich war taub», sagt sie, «also musste ich noch mehr in mich hineinhorchen, ich musste zu meiner inneren Musik finden.» Nie hat sie die Hoffnung verloren: «Hey», sagt sie mit einem Lachen, «Beethoven hat auch etwa die Hälfte seines Lebens taub komponiert.»

Lea Lu trägt schwarz, aber singt: «I’m tired of all this black.» Es ist das Video zu «I Want My Colors Back», der ersten Single. Die Sonne drückt zwischen Palmen hindurch. Unten, auf der Strasse, steht eine zweite Lea Lu, eine im leichten Blumenkleid. In den engen Gassen jagt Lea ihrer bunten Doppelgängerin nach – nur lässt sich diese zunächst nicht fassen, verflüchtigt sich stets aufs Neue. Doch am Ende gehen die beiden Leas ineinander auf. Es ist das Sinnbild eines Albums, das nicht umsonst den Titel «2» trägt. Es zeigt die Musikerin in ihren verschiedenen Facetten.
Ja, es zeigt Lea Lu hoch 2.

Hören & sehen:

I Want My Colours Back
Watson
SRF3
Who is Who
www.lealu.ch


Support: Frank Powers
Als Support von Lea Lu kommt er Solo mit geölten Stimmbändern, Ukulele und Gitarre nach Basel. Nach unzähligen Guerilla-Geldzusammenkratzattacken als Strassenmusikant hat er es geschafft, genügend Münzen zu sammeln, um seine Musik mit einer Horde Streichern und Bläsern so klein zu machen, dass sie auf so einer Kompakt-Drehscheibe Platz hat. So. Frank pflegt seinen Stil “akustische Musik für Menschen und ähnliches, die Töne kultivieren“ zu nennen.
Frank Powers – different
Bewerbungsvideo Nr. 1


Eintritt: 28.-/23.- (ermässigt)
Kombi-Ticket: 65.- (3-Gang-Menü + Konzert-Eintritt)
Hinweis: Steh- und Sitzplätze, keine Platzreservation!