Dienstag 26.06.2012, 20:00

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Genre: Talk

ehackte Kameras, riesige Smileys und ausgepeitschte Alpen

Seine Arbeiten sind eine Mischung aus Kunst, Wissenschaft und Technologie. Mit einem Trick schleicht er sich in die Bilder von harmlosen Touristen, ein anderes Mal steigt er auf einen Berg und peitscht die Alpen aus. Technische Raffinesse und subversiver Humor sind die Markenzeichen des deutschen Künstlers Julius von Bismarck.

Am 26. Juni 2012 spricht er im Rahmen der Veranstaltungsreihe Digitial Brainstorming des Migros-Kulturprozent in Basel über sein Schaffen.

Das Arbeitsgerät von Julius von Bismarck sieht aus wie eine normale Fotokamera mit einem starken Blitzgerät samt externem Akku. Die Kamera fotografiert aber nicht, sie sendet visuelle Symbole so, dass sie auf Fotografien anderer zu sehen sind. Der Künstler setzt sie gerne im Umfeld von grossen Anlässen ein – etwa beim Besuch von Barack Obama in Berlin oder bei der Messe des Papstes Benedikt XVI am katholischen Weltjugendtag in Madrid. In einem anderen Projekt hat von Bismarck in Lindau am Bodensee auf einem Leuchtturm im Hafen ein überdimensioniertes Smiley-Symbol aufgebaut, das den Gemütszustand der Bevölkerung anzeigen soll. Das neuste Kunstprojekt von Julius von Bismarck heisst Punishment. Darin peitscht er die Alpen oder die Jesus-Statue in Rio de Janeiro aus.