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Genre: 80ies | Rock

Wo waren sie, diese Rocker, die so gar nicht nach Schweiz klingen wollen? Egal, sie sind endlich da, und wie: Mit ihrem Erstling Far Down The Ghost Road scheinen The Black Keys mit ihrem Proberaum neu nach Lausanne gezogen zu sein. Scheinen!
Ohne Titel
 
John Dear haben mit dem US-amerikanischen Priester genau so wenig zu tun wie mit einer forstwirtschaftlichen Maschine oder einem brünstigen Hirschen (bei Missachtung der Schreibweise). Ok, letzteres würde noch am ehesten auf die beiden Lausanner zutreffen: Denn was Catia Bellini (drums) und Guillaume Wuhrmann (vocals, guitars) an Energie und Roughness an den Tag legen, ist brachialer Rock à la The Black Keys oder The White Stripes. John Dear sind bereit Bäume zu fällen (nicht nur wegen Guillaumes Bart, offenem Hemd und Cap), per Truck-Stop die kilometerlangen Strassen Amerikas zu bereisen und mit Songs wie „Beautiful & Damaged“ und „Heavy Dance“ in Classic Rock-Manier abzudrücken.

Übrigens wussten John Dear schon lange, dass letzten Sonntag historisches auf dem Tennisplatz passieren wird und zogen ein mit Liebe und Sorgfalt zusammengeschnipseltes Video der Nummer Eins aus der Schublade. Das Video unten zeigt King Roger während seiner Karriere. Ob blond oder mit Rossschwänzchen wir fallen nach der Sensationellen Eroberung des Davis-Cups natürlich wieder einmal mehr vor Roger Federer auf die Knie und bestaunen seine Tennismoves. Genauso gut wie Rogers Winner mit dem Rücken zum Netz zwischen den Beinen durch ist aber der Song “Federer”, den man vom Duo John Dear Roger zu Ehren während den unvergesslichen Bildern hört. Wir finden: Spiel, Satz und musikalischer Sieg!

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