Reviews

Genre: Rock

Die Verlegung des Kasabian Konzerts vom Hallenstadion in die Maag Halle Zürich liess bereits Übles erahnen und als es vor der Konzerthalle nur so von Menschen wimmelte, die verzweifelt versuchten ihre Tickets zu verkaufen, schien die Ahnung bestätigt zu werden. Doch Kasabian bewies das Gegenteil und lieferte eine mit Klassikern beladene Show ab.
Kasabian
 
In der Pause nach der Vorband Pulled Apart By Horses füllte sich der Saal jedoch rasch und war schlussendlich gut gefüllt. Als Tom Meighan zusammen mit Sergio Pizzorno und kräftiger Unterstützung der gesamten Band das Konzert mit dem ersten Song “bumblebeee” des neuen Albums eröffneten, war die Maag-Halle in Hochstimmung. Das gesamte Bühnenbild bestand aus einem Banner mit dem neuen Albumtitel 48:13, weshalb es umso verwunderlicher war, dass bereits der zweite und dritte Song Hits von früheren Werken waren. Nebst dem Bühnenbild wurde die gesamte Show eher schlicht gehalten und der Schwerpunkt bewusst auf die Musik gesetzt. Dies wurde auch vom eher alteingesessen Fan-publikum begrüsst. Zudem erfreute es die Zuhörer, dass die Band hauptsächlich die älteren und bewährten Songs zum besten gab. So wurde die Stimmung durchgehend hoch gehalten und erreichte mit “Days Are Forgotten” einen ersten Höhepunkt, bei welchem restlos alle Hände des Publikums zu sehen waren. Es folgte ein eher ruhiger Mittelteil bei welchem sich die Maag Halle während des Stücks “Neon Neon” zeitweise in ein Meer aus Feuerzeugflammen verwandelte. Als ob die dies eine Aufforderung gewesen wäre, heizte die Band mit dem Song “Fire” richtig ein. Da es langsam gegen das Ende des Konzerts zu gehen schien und das ganze Pulver auch langsam verschossen schien, war es umso erfreulicher, dass in der Zugabe noch einmal richtig in die Seiten gegriffen und auf die Pauken gehauen wurde. Nach ca. 15 Minuten Zugabe, etlichen Klassikern und einer Band die sich mächtig ins Zeug gelegt hat, ist klar, dass sich Kasabian mit dem Song “Lost Souls For Ever” verabschieden. Was bleibt ist die Erinnerung an ein tolles Konzert von einer Band, die mit beinahe all ihren Songs Hochstimmung und Begeisterung auszulösen vermag. Dies ist hauptsächlich den älteren Songs zu verdanken. Ein nicht ausverkauftes Konzert und der Wechsel auf eine kleinere Konzerthalle muss durchaus nicht immer ein schlechtes Omen sein.

REINHÖREN