Reviews

Genre: Festival

Mit über 10’000 gut gelaunten Musikliebhabern ging das diesjährigen Open Air Basel trotz kaltem Regenwetter als erfolgreichste Ausgabe in die noch junge Festival-Geschicht ein.

Ein ausverkaufter Vorverkauf sowie eine an beiden Tagen ausverkaufte Afterparty sprechen für einen äußerst gelungenen Event, der nebst Musik auch Wohltätigkeitsprojekte wie das Viva Con Agua und neu ein NomiDance! Programm sowie einen Druckbus vor Ort anbot. Das DesignBüro Bravo Ricky zauberte zudem eine charmante Festivalkulisse aus roten Regen- und Sonnenschirmen sowie zahreichen tropischen Pflanzen und bot sogar eine rustikale Holzlounge an, was für eine angenehme Atmosphäre sorgte.

Am Freitag begeisterten unter anderem Anna Aaron, Fink und Maximo Park das zahlreich erschienene und zufriedene Publikum und eröffneten den ersten Abend des Open Air Basel mit viel Freude, toller Bühnenshow und musikalischer Leidenschaft – ganz im Sinne von: lasset das Fest beginnen oder Let The Music Speak!

Fink zauberte mit seine Lieder ein einlulende Atomsphäre auf das Kaserne Areal unaufgeregt und intim schaffte der Engländer es, mit eigentlich zu ruhiger Musik für eine Open Air veranstaltung, die Menschen in seinen Bann zu ziehen.

Maximo Park hingegen konnte den Erwartungen nicht standhalten. Die Briten wirkten etwas belanglos, zu einstudiert, zu austauschbar.

Samstag gings dann mit Bonobo und Mount Kimbie sphärischer und elektronischer zu und her. Blaue und rote Bühnenlichter sorgten für eine tanzbare und mystische Stimmung. Sanft eingeleitet von Bonobo bescherten Mount Kimbie schliesslich in einer wunderbaren Tanzextase dem Publikum des Open Air Basels einen würdigen Konzertabschluss. Wobei auch am Samstag der eigentliche Headliner punkto Begeisterung vor der Bühne dem Voract nicht das Wasser reichen konnte.

Bonobo fühlte sich sogar derart wohl auf der Basler Bühne, dass er spontan an der Afterparty im Rosstall bis in die frühen Morgenstunden ein grandioses DJ-Set spielte! Endlich lief mal kein monotoner Minimaltechno, sondern gekonnt eingesetzte DJ Skills, die einen mit äusserst melodiösen und tanzbaren Höhen und Tiefen durch die Nacht führten!

Kein Wunder fühlten sich die musikalischen Perlen pudelwohl am diesjährigen Festival, sie standen schliesslich auch auf der bisher grössten Bühne, die das Open Air Basel in den letzten fünf Jahren zu bieten hatte. Als Medienpartner und begeisterte Musikfans freuen wir uns schon jetzt auf das Line-Up im Jahre 2015! (Ana Brankovic)

© Foto: Robin Trachsel