Reviews

Genre: Hip Hop | Rap

Das übliche deutsche Gangsterleben schreibt Vitas vom Koks- bis zum Grasticker. Meistens wird nach kurzer Zeit die Strassen-IHK bemüht, um Cash für die eigene Produktion flüssig zu machen und Deutschland mit weiteren Lines über Vierteltristesse zu beliefern. Was hat das mit Schoolboy Q zu tun? Wusstet ihr, dass er in Wiesbaden geboren ist?

Spa$$ bei Seite. “Bruder, verkauft dieser Q etwa Oxymoron?” Nein! Dabei handelt es sich um so etwas wie eine sprachliche Stilfigur, ein in sich entgegengesetztes Kompositum. Sowie InnovativerStraßenrapAusDeutschland. Die dazu passende Droge wäre Oxycodon, die Q zufällig vor seiner Tätigkeit als Rapper an den Mann brachte. Und jetzt ein Album mit dem Titel “Oxymoron”.

Schon beim ersten Track “Gangsta” weiss der geneigte Zuhörer, auf welcher Welle die Platte surfen wird und auch wieder nicht. Denn der Hoover Crip mit den Bucket Hat-Fetisch kocht spätestens ultraflüssigen NewAge Sound mit seinem Song “Man of the Year”. Auf der Platte vertreten sind Tyler von Odd Future, Kendrick Lamar und Jay Rock aus dem Black Hippy-Camp, sowie Oldschool Legenden wie Kurupt, Reakwon, Suga “Smell the finger” Free mit dem er ein bisschen frische Pussy für dich auf “Grooveline Pt. 2″ serviert! Der Track “Hoover Street” erinnert mich stark an “Habits & Contradictions” doch kommt genauso fresh mit seinem 70′s Vibe rüber, wie einst “Raymond 1969″. Ein über rundes Ding stellt das zeitaktuelle und zeitlose Stück “Hell of a night” dar. Blunt an und Boxen auf. TDE 4 President! (GPA)

 

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