Reviews

Genre: Acid | Ambient

Nicht nur grossgeschrieben, sondern auch so wirklich gross! BANKS, dacht’ ich erst, kommt dem Klischée aus L.A. nach: jung, hübsch, gross, schlank. Und das alles ist sie auch. Was sie aber noch viel eher ist: einfach grossartig!
Die Musik von BANKS ist dunkel, erinnert an Cocorosie und Morcheeba und passt damit perfekt zu den momentanen Regentagen. Auf der frisch veröffentlichten LONDON EP findet sich ein Hühnerhaut-Song nach dem andern. Tiefgründig, minimalistisch, indiepoppig und gespickt mit gutem Songwriting. LONDON erzählt – wie könnte es anders sein – über die Liebe. Eröffnet wird die EP mit “Waiting Game”, produziert von SOHN. “Waiting Game” beginnt jungfräulich mit BANKS’ Stimme im Vordergrund und gut platzierten Piano-Akkorden – bis der Beat einsetzt und BANKS’ Spezialität, dieses mystisch-dunkle, hervortritt. Diesen Level kann die Sängerin über die gesamte EP hinweg halten. Nach “This is what it feels like” und “Bedroom Wall” – den Songs über das “sich in jemandem verlieren” Symptom – endet die LONDON EP mit “Change”, einer hoffnungsvollen Midtemponummer, in der sie hofft, der andere möge sich doch ändern.
Auf ein Album von BANKS darf man mehr als gespannt sein. Wer in nächster Zeit in Europa herumtingelt, kann sie im Vorprogramm von The Weeknd live sehen. (Simone)

Live

10.07.14 BANKS @ Montreux Jazz Festival

REINHÖREN