Reviews

Genre: Hip Hop | Rap

Wer kann mit 16 Jahren schon von sich behaupten eine Wu-Tang Anniversary Tour begleitet und darauf sogar noch performt zu haben? Wessen Schutzpatron ist niemand Geringerer als Kendrick Lamar. Wer arbeitet bald mit MF Doom an seiner nächsten Auskopplung zusammen und durfte ausserdem zwei Tracks zu einem bisher unveröffentlichten Videospiel beisteuern? Nein Gott und die Kirche hatten damit nichts zu tun. Hö-hö! Auch wenn er kein echter Bischof (altdeutsch für “Bishop”) ist, kam er aus dem nichts wie der Skandal seines Amtskollegen aus Limburg. Und noch einmal Hö-hö!

Des Bischofs Werk hört auf den Namen “Nehruvia” und ist ein äusserst rundes Ding geworden. Oldschool Faschos wie Skinny-ianer wird es gleichermassen entertainen und aus der Genickstarre holen. “Frickle Mind$” und das von J.Dilla produzierte “SweetLips” stellen für mich dabei die Höhepunkte dieser genialen Platte dar. Da ich immer schon jemand war, der den Vergleich zu anderen Künstlern sucht war ich bei Bishop Nehru jedoch überfragt. Die Parallelen zu Joey Bada$$ oder anderen Boombap-Realrap-Heckmeck-Checkcheck-Micwreck Künstlern wollten sich mir nicht offenbaren. Bishop Nehru ist dope und mehr als unterstützenswert. Zieht ihn euch rein! (GPA)