Reviews

Genre: Indie | Rock

„Wir haben uns vom ersten Tag an einfach treiben lassen.“ Das soll ein Statement von Manolo Panic anlässlich ihres soeben erschienenen Debütalbums Helpless and Strange gewesen sein. Und so fühlt es sich an, wenn man deren melancholisch anmutenden Melodien lauscht. Etwas in sich zurückgenommen wirkt die 4-köpfige Züricher Band. Vielleicht ist dies aber auch genau nötig, um die spezifische Stimmung zu schaffen.
Dominierende Gitarrenriffs, ein starker Bass und an passenden Stellen erhellende Keyboardklänge begleiten den sanften Gesang von Ramon Margharitis.
Einige Stücke wie zum Beispiel „Seasoned Noise“ haben dabei wunderschöne Melodien zu bieten. Klare Gesangslinien werden dann mit einer willkommenen Portion Leidenschaft durchbrochen.
Und dennoch würde den Stücken etwas mehr Tempo und Originalität nicht schaden. Hier und da hätte ich mir gerne ein Ausbrechen des eng geschnürten Korsetts und mehr Variationsfreude gewünscht. Einen wirklichen Ohrwurm konnte ich bei mir nicht feststellen, auch wenn die Melodien angenehm die Gehörgänge zu durchdringen vermögen. „Seasoned Noise“ hinterlässt hierbei wohl die grösste Nachhallwirkung.
Insgesamt überzeugt das Album zwar nur auf halber Linie, bietet aber viel Potential nach oben. Der musikalische Selbstfindungsweg wird die Band bestimmt wachsen lassen – denn alle guten Dinge brauchen Zeit um zu gedeihen. Manolo Panic ist durchaus zuzutrauen, aus den positiven Grundzügen ihres Styles künftig einen noch grösseren Nennwert herauszuspielen. (MEL)

KONZERTE

1. Februar 2014 KUFA, Lyss-CH
12. Februar 2014 Bleu Lézard, Lausanne-CH

REINHÖREN