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Genre: Trash | Wave

Die Achtziger Jahre Melancholie kehrt als Person zurück: Die Schwedin Molly Nilsson macht nämlich melodiöse traurige Popmusik, man könnte schon fast sagen, für Emos und solche, die es werden wollen – aber nicht nur und genau darin liegt die Würze! Man muss nicht höchst depressiv sein, um den warmen Klängen und der angenehmen Popstimmung dieser verzaubernden Sängerin lauschen zu können. Obwohl sie ihre Webseite Dark Skies Association nennt, findet man trotz der düsteren Färbung in dem Wort Sky sowie in ihrer Musik genügend Hoffnung. Auch das Hintergrundbild, auf welchem der Sternenhimmel bzw. das Universum zu sehen ist, verweist auf die Palette der Möglichkeiten und auf das Potential des Lebens, statt nur auf einsame Nischen aufmerksam zu machen. Wer also auf den musikalischen 80s Touch von Depeche Mode oder den Song „Africa“ von Toto steht, sollte sich morgen in den Berliner Nachtclub Naherholung Sternchen wagen, denn dort steht um 21.00 Uhr Molly Nilsson samt ManMachine und Melissa von Telepathe aus Brooklyn live auf der Bühne. Weil die Schweiz in Sachen Musik immer ein wenig nachhinkt und Berlin dank Angeboten von Easyjet beinnahe um die Ecke liegt, bringen wir nun auch musikalische Tipps live aus dem dicken Berlin zum noch schlanken Basel – hört, hört und geniesset! (Ana Brankovic)