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Genre: Indie | Pop | Rock

Der Fundus an Basler Pop-Rock-Bands scheint unerschöpflich. Neben der alten Garde drängt Jahr für Jahr vielversprechender Nachwuchs ins Rampenlicht und auf die Bühnen der zahlreichen Freiluftveranstaltungen und Clubs der Region. Volta Volta ist der neuste Sprössling dieser jungen Generation, die sich auf macht mit Talent, Mut und Wille das Erbe von Lovebugs und Co anzutreten.

Volta Volta legen mit ihrer Debüt-EP einen soliden Grundstein für eine vielversprechende Zukunft und bauen dabei auf geradlinige Pop-Strukturen verpackt in Rock und etwas Elektronik wie in „The Swarm“ und „Chin Up“, die mit viel Zug an Aktuelles von Two Door Cinema Club erinnern.

Im Vergleich zum Disco-Indie-Rock der Briten aus Nordirland wissen die Basler aber besser mit dem Tempomat umzugehen und nehmen bei „Collide“ und „Turn Back Time“ rechtzeitig den Fuss vom Gaspedal, bevor der Einheitsbrei-Blitzkasten ein Foto schiessen kann. Im Schrittempo angekommen mischen sich melancholische Folk-Klänge unter den Gesang von Frontmann Mischa Lanz, welcher mit seiner Kopfstimme an den Sänger Ben Bridwell der US-Truppe Band of Horses erinnert.

Abzüge für das gesamthaft geglückte Debüt gibt’s lediglich für den letzen Song „The Liar“. Hier hat die Band etwas zu sehr nach Schema „F“ komponiert und lässt besonders die catchy Refrains der ersten fünf Tracks vermissen. Nichtsdestotrotz gibt’s vier von fünf Pop-Rock Sternchen für den frischen Erstling von Volta Volta – empfehlenswert. (DOH)