Reviews

Genre: Experimental | Metal | Rock

Endlich ein würdiges Metal-Album auf Fingerzeig? Mit der Veröffentlichung des Doppel-Albums der Metal-Band Baroness aus Georgia haben wir uns bereits im Vorfeld auf einen potenziellen Metal-Genre-Vertreter gefreut. Dumm nur, dass Yellow & Green doch irgendwie nicht so richtig Metal ist. Mit aktuellem Doppler beschreiten die Jungs deutlich komplexere Wege und wandern teilweise sogar auf den Spuren von “The Mars Volta” oder “MASTODON”. Genre-Weiterentwicklung wird hier richtig GROSS geschrieben.

Gleich zu Beginn zeigt das in zwei Neun-Song-Blocks unterteilte Epos, wohin die Reise diesmal geht. Eingängiger führt John Baizleys Gesang durch den ersten Sektor Yellow. Enthalten hier: Grosse Hymnen im Opener ‘Take My Bones Away”. Stampfende Melodien und Vocals in “March To The Sea” und sanftere Töne in ‘Little Things’. 70s-Einschläge gibts ebenfalls in “Cocainium” und jede Menge schwere Metal-Riffs in “Back where I Belong”. Bereits der Yellow-Sektor gefällt ausserordentlich, hält sich aber im experimentellen Bereich noch etwas bedeckt. Der Green-Sektor hingegen setzt die vielfältigeren Akzente. Denn wie Baizley selbst ganz richtig sagt: “Die Wut ist nicht verschwunden, sie zeigt sich nur in einer anderen Form.” Die Stimme von Baizley macht dabei alles außer brüllen, und doch wirkt es niemals fremd. Wir begrüssen die Richtungswechsel. Persönliche Highlights: “Eula”, “Little Things” und “Cocainium”.

Discography

2007 Red Album
2009 Blue Record
2012 Yellow & Green

Tracks – SIGNS & SIGNIFIERS

1. Yellow Theme  |  2. Take My Bones Away  |  3. March to the Sea  |  4. Little Things  |  5. Twinkler  |  6. Cocainium  |  7. Back Where I Belong  |  8.  Sea Lungs  |  9. Eula

1. Green Theme  |  2. Board Up the House  |  3. Mtns. (The Crown & Anchor  |  4. Foolsong  |  5. Collaspe  | 6. Psalms Alive  |  7. Stretchmarker  |  8.  The Line Between  |  9. If I Forget Three, Lowcountry