Reviews

Genre: Folk | Singer Songwriter

Ihr zweites Album “Down The Way” zierte vor zwei Jahren die Spitze der Charts in der australischen Heimat und avancierte auch in Europa zum absoluten Geheimtipp. Der zierliche, abgespeckte Song “Big Jet Plane” des Bruder-Schwester-Duos Angus & Julia Stone aus Newport, Australien, war zugleich mein persönlicher Folk-Song des Jahres 2010.

Im Mai dieses Jahres hat Julia Stone ihre Soloplatte namens „The Memory Machine“ veröffentlicht. Nun zieht der männliche Teil des erfolgreichen Geschwister-Duos nach und präsentiert sein Eigenprojekt “Broken Brights”, übersetzt “kaputtes Fernlicht”. Der Auftakt „River Love“ gespickt mit Geigen erinnert stark an den Grossmeister Bob Dylan, während hingegen „The Wolf And The Butler“ mit Gitarre und Mundharmonika dem Neil Young der Siebziger schmeichelt.

Angus Stone gelingt dabei der Spagat, den persönlichen Vorbildern Respekt zu zollen und gleichzeitig dank eigenen Ideen und gut durchdachten Arrangements die nötige Distanz zu wahren. Damit erhält “Broken Brights” die Eigenheit, die es bei solch prägnanten Vorbilder definitiv auch braucht. Seinen Folk-Wurzeln bleibt er grösstenteils treu, doch es scheint als täte ihm die neue Freiheit ohne familiäre Bindung richtig gut. Auf “Broken Brights” lässt sich Angus zu verzerrten Gitarren wie in „Bird On The Buffalo“ hinreissen und geht insgesamt einfach mehr Risiko ein. Bester Beweis ist “It was Blue”, das wohl experimentierfreudigste und dunkelste Stück auf der Platte, das sogar weite Ausflüge in den Stoner-Rock wie von BRMC macht. Auch Fans von Cat Power und Ryan Adams kommen mit “The Blue Door“ und „Apprentice Of The Rocket Man“ auf ihre Kosten. Mein persönliches Highlights sind aber definitv “Wooden Chair”, “Bird On the Buffalo” und “Broken Brights”


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Discography

2012 Broken Brights

Tracks – Broken Brights

1. River Love  |  2. Broken Brights  |  3. Bird On The Buffalo  |  4. Wooden Chair  |  5. The Blue Door  |  6. Apprentice Of The Rocket Man  |  7. Only A Woman  |  8.  The Wolf And The Butler  |  9. Monsters  |  10. It Was Blue  |  11. Be What You Be  |  12. Clouds Above  |  13. End Of The World