Reviews

Genre: Rock

Würde der Interpret von Blunderblues nicht Jack White heissen, wäre das Album bei Kritikern besser aufgenommen worden, hätte vielleicht sogar den Status „grossartig“ gekriegt. Man wäre netter mit den kleinen, schwächeren Momenten umgegangen, hätte den Artist gelobt und ihm eine solide Zukunft vorhergesagt. Das Album stammt aber von Jack White.

Die Auflösung der White Stripes im Februar 2011 wurde mit einem ungläubigen Raunen wahrgenommen, schliesslich schien wirklich jeder zumindest einen Song der Band zu kennen – Seven Nation Army, ein Glanzstück, welches zur verkorksten Hymne aller betrunkenen Open Air-Gänger und Montagssäufer wurde.

Dass Jack White mit The Dead Wheater und The Raconteurs auch Erfolge feierte und sich damit neue Fangemeinden erschloss, haben den Anspruch an sein erstes Solo Album nicht gemindert. Erwartet wurde schliesslich ein Album, das mitreisst, an den White-Stripes-Geniestreich Elephant anschliesst, und bitte in der Abgangsnote nach seinen anderen erfolgreichen Bandprojekten klingen soll.

Mit Bunderbuss ist ihm das alles nicht gelungen. Er hat die übersteigerten Erwartungen enttäuscht. Das Album ist nicht das Werk, das die Masse wollte. Schade.

Nice to Know: Hinter dem Album steht tatsächlich ein Konzept. So wollte Jack herausfinden, wie es klingt, wenn er Session-Musiker ohne Vorbereitung eines Songs ins Studio holt um danach die Geschlechter der eingespielten Parts zu vertauschen. Klingt nicht besonders genial und erfindet auch den Rock nicht neu. Dumm wenn man das bereits einmal getan hat – der Fan gewöhnt sich daran. (jag)