Reviews

Genre: Folk

Die junge Baslerin legte zum Karrierebeginn einen veritablen Blitzstart auf das nationale Musik-Parkett. Eine erste erfolgreiche EP im Jahr 2009, die Nomination für den ersten Basler Poppreis, Unterstützungsbeiträge vom RFV RegioSoundCredit für die Produktion eines Albums und einen Plattenvertrag bei „Two Gentlemen“. Das Label, mit welchem auch Sophie Hunger den internationalen Durchbruch schaffte waren die Eckpfeiler dieser Erfolgsstory. Das für 2010 angekündigte Album liess dann länger auf sich warten und es wurde ruhiger um Anna Aaron. Fast auf den Tag zwei Jahre ist es her, dass mit „I’ll Dry Your Tears Little Murder“ der erste Tonträger erschien und die Floskel „das Warten hat sich gehohnt“ lässt sich bei diesem Resultat einfach nicht vermeiden. Zu gut, zu aufrichtig und zu zeitlos schön ist „Dogs in Spirit“ geworden.

Mit dem Opener „Elijahs Chants“ beginnt das Album ausgesprochen düster. Urbaner Blues, klirrende Gitarre und elektrisierender fast hypnotischer Gesang begleitet den Hörer durch die Tore von „Dogs in Spirit“ hinein in die Klangwelt voller Mythen und Monster. Es sind die grösstenteils organischen Instrumente und der leidenschaftlich warme Gesang, welche Dogs in Spirit derart aufrichtig klingen lassen. Handorgeln, leise wummernde Paukenschläge, Trompeten und Bläser. Immer im Fokus das Piano und der teils zweistimmig aufgenommene Gesang, mit dem die Baslerin für beklemmende Momente sorgt.

Die wuchtigen  Folkssongs umfassen Themen wie: Leid, Schmerz, Hoffnung, Kampf und Ergebenheit. Es entwickeln sich bewegende Momente zwischen leisen Melodien und kraftvollen Folkrock-Nummern, in denen man von der Stimme gefesselt den vom Blues und Folk bestimmten Stücken verfällt. Die Emotionen werden roh und direkt transportiert. Zu Highlights gehören sicherlich  „where are you David“ und das mit eingängiger Popmelodie gespielte „King of Dogs“, welches sich mit breiten Gitarren und quirligem Basslauf zum Pittbull des Album entwickelt und für den rockigsten Auftritt Aarons auf dem Album sorgt. Die Ballade Joanna schmeichelt mit leisen Klängen, Schlagzeugwirbeln und eingebeteten Synthesizersounds. Im stimmlichen Alleingang startet  Fire over the Forbidden Mountain, die verhackten Drums und verschrobenen Pianoläufe enden im Chor, now I can not live, like i have live before und so endet Dogs in Spirit wie es Begann. Erhaben, grossartig und pur. (dob/tob)

Radio X Album Der Woche: Anna Aaron – Dogs In Spirit by fingerzeig.ch

Discography

2009 I’ll dry your Tears little Murderer
2011 Dogs in Spirit

Tracks – Dogs in Spirit

1 Elijah’s Chants / 2 Sea Monsters / 3 Where Are You David / 4 The Drainout (feat. Erik Truffaz) / 5 Siren / 6 The Passion / 7 Queen Of Sound / 8 King Of The Dogs / 9 Joanna / 10 Since I met You My Peace Is Gone / 11 In the Devils Camp / 12 Fire Over The Forbidden Mountain / 13 A Sun Shines On Aimée