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Genre: Hip Hop | Mash Up | Rock

Wenn zwei oder mehrere Songs unterschiedlicher Künstler miteinander vermischt werden, nennt man das Mashup oder Bastard Pop. Neben vielen schlechten Mashups, die in Zeiten digitaler Soundbearbeitung praktisch an jedem Heimcomputer lieblos zusammengeschnipselt werden können, gibt es immer wieder Ausnahmen, wo in Kombination unterschiedlicher Musikrichtungen neue und spannende Sounds entstehen. So geschehen bei The Grey Album von Danger Mouse wo Jay-Zs Black Album mit Stücken des White Album der Beatles vermischt wurden oder als DJ Wick-it Ende 2010 Big Boi mit den Black Keys kreuzte. Nicht zu vergessen, die Arbeit der Bastard Pop-Pionieeren Too Many DJs.

Die Liste gelungener Mashups kann ab sofort um das Album 13 Chambers von Wugazi erweitert werden. Hinter dem Projekt stehen Cecil Otter aus der Doomtree-Familie und Andy Lund aka Swiss Andy (wohnt in Minneapolis). Ausgangsmaterial waren verschiedene Wu-Tang-Clan-Vocals und Samples der lengendären Indie-Punk-Rock Truppe Fugazi.

Nach  absolvierter Synthese treffen  knallharte Rockriffs mit fetten Oldschool Rhymes auf gleichem Level aufeinander. Wer dem Projekt Wugazi also offen gegenübersteht, wird an Tracks wie Sleep Rules Everything Around Me  und Another Chessboxin’ Argument seine wahre Freude haben.  Als wären die jeweiligen Rap Parts und die ausgeschnittenen Instrumentals noch nie von einander getrennt gewesen. Auch Ghetto Afterthought ist nahtlos zusammengeschweisst und genau so stabil, als hätte es hier nie zwei unterschiedliche Songs gegeben. So soll ein Mash-Up klingen, im Wesentlichen nach den Originalen klingen, ausgewogen und faltenfrei. (doh)

Das ganze Album gibt es freundlicherweise zum gratis downloaden: