Reviews

Genre: Alternative | Electro | Experimental | Psychedelic

36,1 Minuten. Das ist die Länge des neuen Fredrik-Albums Flora. Leicht ist es nicht, die Musik der Schweden in Worte zu fassen.  Eine wohldosierte Mischung aus unheimlicher, experimenteller Popmusik, die gänzlich aus einer anderen Welt zu kommen scheint, trifft es vielleicht am besten. Auf dem Longplayer mischt das Trio grosse Beats mit intensiven, harmonischen Stimmen zu einem bewegenden Album, das sich zudem auch nur schwer mit anderen Alben vergleichen lässt. Einige der elektronischen Tracks wie “Vattenfront” und “The Shape of Things and Colour Gone Blind” haben eine Ähnlichkeit mit älteren Werken der Gruppe “Radiohead” und “Explosions in the Sky”. Doch der Grossteil des Albums ist anders, was verständlich ist, wenn man sich auf der Website der Band ein bischen eingelesen hat. Ihre Musik ensteht unter anderem in einem abgelegenen, versteckten Gartenschuppen in Dunkelheit. Verzerrte Stimmen, leise Instrumente, Neugier, Alpträume, Melodien und schreckliches Wetter tragen den Rest zur Stimmung bei, die sich auf Flora ungemein verzaubernd anhört.

Trotzdem leben Fredrik in der Moderne. Beweis: Ihr kompletter Album-Videostream. Das Video dafür haben sie in ihrer Heimatstadt Malmö gedreht und dabei das wunderschöne, schwedisch-holzige Gelände während eines Spaziergangs zu den Klängen ihres dritten Longplayers Flora eingefangen. Damit geht die Band im wahrsten Sinne des Worts einen völlig neuen Weg. Eine mehr als gelungene Aktion dieses dritte Werk. (dib)

Discography

2008 Na Na Ni
2011 Origami
2011 Flora

Tracks – Flora

1 Ylva  / 2 Vattenfront  / 3 Chrom Cavities / 4 Rites of Spring / 5 North Greatern  / 6 Caleido Kalahari / 7 Inventress of Ill (and Everything) / 8 Naruto and the End of the Broken Ear / 9 Shape and Colour of Things Gone Blind / 10 I’m Pretty Sure He Said Killdren / 11 Axis