by kultsurfer

Kolumne

Gestern handelte es sich wahrscheinlich um den letzten Tag im Jahr 2011 in dem wir in unserem Rhein bei heisser Aussentemperatur baden konnten. Dieser August hatte es in sich. Ende Juli noch hätte ich nicht gedacht, dass ich mich im August so oft bereits um 10 Uhr morgens nach dem kühlen Nass des Flusses sehnen würde. Einfach herrlich nach Feierabend mit Badehose und Rheinsack zur Wettsteinbrücke zu schlendern, in den Fluss zu springen und sich bis zur Dreirosenbrücke treiben zu lassen, begleitet von vielen anderen Rheinschwimmern und dem regen Treiben am Bord des Flusses, von dem immer wieder der Duft von gegrilltem Fleisch in die Nase steigt. An dem Jung und Alt in der Sonne schmoren und an dem sich die Leute bei Bier und Wein die Entschädigung für die zwei verschissenen Sommermonate Juni und Juli hineinziehen.

Das Treiben am Basler Rheinufer ist einfach einzigartig. Ich wüsste keine andere Stadt mit Fluss, in der das fliessende Wasser so genossen wird wie in Basel. Früher sehnte ich mich nach einem See in dieser Stadt aber ganz ehrlich, seit dem ich meine Nachbarin, mein Coiffure und meine Migros Lieblingskassiererin im oder am Rhein antreffe und weiss, dass sich bei Temperaturen wie in den letzten Tagen sämtliche stehende Gewässer der Schweiz in warme Pfützen verwandeln, liebe ich unsere fliessende Schiffsstrasse über alles und ein Morgenspaziergang am Rhein entlang wäre jeweils eines der schönsten Erlebnisse wenn, ja wenn da nicht das eine zu bemängelnde Verhalten einer Anzahl von Menschen wäre, die so scheint es mir, mit einer Füllung Styropor in ihrem Kopf auf die Welt gekommen sind. Diese Leute scheinen nicht zu wissen, dass es seit Menschengedenken öffentliche Eimer, Behälter ja ganze Tonnen gibt, in die man das Zurückgebliebene eines Barbecues oder Besäufnisses hineinschmeissen kann. Diese Dumpfbacken lassen zum Teil ihren Dreck liegen als wäre es eine gute Sache, als würde man für den zurückgelassenen Abfall eine Auszeichnung erhalten. Die geniessen das Stück Natur in ihrer Stadt und verschmutzen es zur selben Zeit aufs Gröbste. Ich weiss natürlich auch, dass ein Grossteil der Rheinbesucher/innen ihren Abfall schön artig entsorgen aber diese Leute muss ich hier wohl kaum loben, ist ja normal, ich erwarte ja auch keinen Applaus wenn ich zu Hause meine leere Dose Bier in die Alusammlung schmeisse. Es reicht zum Teil nicht einmal, wenn diese unglaublich verblödeten Egoisten ihren Abfall am Rheinbord liegen lassen, nein die schmeissen ihn auch vereinzelt in den Rhein und hier benutze ich es nun, tut mir leid Mama, tut mir leid Papa meines Patenkindes, der sagt nämlich auch manchmal ich würde aggressiv schreiben, aber bei diesen Leuten kann es sich doch nur um …….. handeln oder um eine Störung im Gehirn, dann bedauere ich dies hiermit. Ja und stimmt, vielleicht ist es auch die Erziehung, dann liebe Eltern dieser Menschen, Auftrag nicht erfüllt!

Meine Methode um den Abfallsünder eine Lektion in Sachen Abfallentsorgung zu erteilen: Jemand der eine Bierdose zurücklässt oder sogar in den Rhein schmeisst, der sollte einen ganzen Tag lang, nackt mit nur einem Weinblatt vor sein Genital gebunden, Frauen bräuchten dann drei Blätter, einem Blaulicht auf den Kopf gebunden, das Rheinbord säubern, inkl. Hundekot entsorgen, von blosser Hand. Halb leere Dosen müssten vor der Entsorgung leer getrunken und die zurückgelassenen Essiggurken in den Big-Mac Packungen aufgegessen werden. Pausen gibt es keine und vor jedem Abfalleimer müssten sie auf die Knie gehen und drei Mal die Worte „ich liebe Dich geliebter Abfalleimer“ schreien, ganz laut. Auf dem Rücken würde mit rosa Hennafarbe geschrieben sein: „Ich Drecksau habe Eueren Rhein verschmutzt und bezahle gerade dafür.“ Das Ganze müsste von einem Tele-Basel Kamerateam begleitet und gefilmt und dann am Abend ausgestrahlt werden. Ja irgendwie so, einfach blossstellen, das sollte eine Lehre sein.

Der Sommer ist bald vorbei, dann sicherlich wieder ein bisschen weniger Arbeit für unsere fleissige Stadtreinigung, die wir ja selbst bezahlen, zu Recht finde ich. Denn wenn wir bereits schlafen oder noch schlafen, sorgen diese Leute dafür, dass wir trotz den Styroporköpfen wieder an einem der lebendigsten Flüsse der Welt den Sommer geniessen können, wenn auch nur einen Kurzen.