Donnerstag 01.02.2018, 20:00

Where: basel kaserne
Genre: Tanz

„Sie laufen, aber sie legen keinen weg zurück.“ (S. Beckett)

Inspiriert von Samuel Becketts Essay «La Fin» sowie seinem Einakter «Endspiel» entwickelt Tabea Martin ein Duett, das den Umgang mit dem eigenen Ende erforscht. Wie geht unser Körper mit dem Endzustand um? Gibt es einen Endzustand oder mehrere? Wie überwinden wir Angst und Ausweglosigkeit? In «Endspiel» geht es um eine Endzeit nach dem Weltuntergang. Menschen sind auf der vergeblichen Suche nach einem Ausweg. Es sind apokalyptische Szenen. «La Fin» behandelt das Schicksal eines vereinsamten Menschen in fortschreitender Isolation, mit dem Verlust aller menschlichen Kontakte bis hin zum still erwarteten Tod. In beiden Texten Becketts geht es um den Endzustand und das Nicht-Enden-Können, als eine ständige Wiederholung. Die Figuren sind dem Verfall oder der Erstarrung ausgesetzt. Sie werden zurückgeworfen auf die einzig bleibende Wirklichkeit, die innere Wirklichkeit, die Gedanken, die Erinnerungen. Doch der negative Grundzustand wird immer wieder gebrochen, durch Komik oder Absurdität.
Die Basler Tänzerin und Choreografin Tabea Martin steht wieder selber auf der Bühne und entwickelt das Duo zusammen mit der italienischen Tänzerin Simona Bertozzi, die sie im Rahmen von Choreoram London 2008 kennengelernt hat. Simona Bertozzi tanzte lange bei Virgilio Sieni und hat ihre eigene Tanzcompagnie in Bologna.
«This is my last dance» ist Teil einer Serie von Choreografien, die sich in den nächsten vier Jahren mit der Sterblichkeit, mit dem Endlichen und mit dem Unbekannten auseinandersetzen.