Sonntag 03.04.2016, 20:30

Where: 1. Stock
Genre: Blues | Electronica | Pop | Rock

Farao ist seltsam, unfassbar, wie wenn man zwei Monde sieht, wenn man zu lange starrt, und wenn man beide sehen möchte, blinzelt, einer davon verschwindet, der eben noch da war. Manchmal ziemlich abstrakt, ein wenig holprig, dann wieder hymnisch, episch. Wie ein musikalisches Märchen, die Jagd durch den Wald, die Versöhnung, das Liebende, das Sehnende, Brutale, Kindliche, Volkstümliche. Farao aka. Kari Jahnsen hätte die easy road nehmen können, meint eine Kritik, wir könnten alle froh sein, dass sie es nicht tat.
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“Dralms are mood for thought“, sagen sie selbst. Das ist Stimmungsmucke, als ob man beim Freeriden in den Bergen einfach mal anhält, um die Stimmung zu filmen: Diese weissen Berge, vielleicht ein Felsvorsprung oder eine Tanne, je nach Höhe. Hier wird man eingebettet, ist Eins, Teil davon, schwebt mit, schliesst die Augen und lässt sich tragen. Der eigene Atem verschwindet im Weiss der Welt. Oder im Schwarz. Das ist bluesig, rockig, poppig, fast post-rockig, vielleicht chill-rockig.

Oder wie es ein Youtube-Kommentar formuliert: „Dralms is so badass. Listening to this on repeat; song is chill as fuck.”