Freitag 07.08.2015, 21:00

Where: Basel
Genre: Pop

«Born all in the dark wormy earth, cold specks of fire, evil, lights shining in the darkness.» So lautet ein Satz aus dem bahnbrechenden Roman «Ulysses» (1922) von James Joyce (1882 – 1941). Übersetzen könnte man diesen Satz folgendermassen: «Geboren in der dunklen, wurmstichigen Erde, kalte Feuerflecken, das Böse, Lichter scheinen im Dunkeln.» Dieses Zitat, vor allem die «cold specks», die kalten Flecken, habe Ladan Hussein aus Toronto, Kanada, derart beeindruckt, dass sie ihren Bühnennamen daraus abgeleitet hat. Sie ist eine beeindruckende Sängerin und Liedermacherin, ein Teil ihrer kulturellen Wurzeln liegen in Somalia. Ihre Musik oszilliert zwischen beseelten, ja fast spirituellen Soul-Elementen und abgründigen Botschaften von der dunklen Seite des Lebens. Sie wurde schon mit PJ Harvey, Tom Waits oder Richie Havens verglichen, mit ihnen teilt sie das Wandeln an der Grenze zwischen Tag und Nacht, zwischen Traum und Trauma, zwischen Märchenschloss und Geisterschiff. Zudem liebt sie – wie einst James Joyce – das Spiel mit Worten. 2012 erhielt sie den «SiriusXM Indies Award» als «Female Artist of the Year». Ihre beiden CDs «I Predict a Graceful Expulsion» (2012) und «Neuroplasticity» (2014) sind originell, frisch, bemerkenswert; auf der Bühne ist sie so richtig gut!

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