Dienstag 07.04.2015, 20:00

Where: Basel
Genre: Performance

In ihrer neuen Produktion «Like A Prayer» fragt die Basler Regisseurin Corinne Maier nach den Geschichten hinter dem Glauben: Warum glaubt man, was man glaubt oder nicht glaubt und wie ist es dazu gekommen? Wie sieht ein Leben aus, in dem der Glaube die Hauptrolle spielt?
Das Kloster St. Josef im Muothatal mit seinen sechs Schwestern ist Teil einer Expedition, in der der Glaube untersucht wird. Wie lebt es sich in dieser Gemeinschaft und wie wird sie durch jede einzelne Schwester geprägt? «Like a Prayer» stellt die scheinbar überfrachtete Frage nach dem Glauben wieder neu und sucht Antworten in persönlichen und ungewöhnlichen Begegnungen. Nach einer Recherchezeit im Kloster St. Josef im Muothatal treffen die beiden PerformerInnen Julia Bihl und Johannes Dullin aufeinander. Die Bühne wird zur Manege, in der die beiden Protagonisten um ihre eigene Haltung und ihr Weltbild ringen. Sie bringen ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Kloster ein: Fasziniert und irritiert auf der Suche nach Aktualität, verhandeln und beobachten sie unterschiedliche Glaubensvorstellungen, während sich die sechs Schwestern per Video selbst zu Wort melden.

Corinne Maier war zuletzt im Januar 2013 mit «Past Is Present», einer Performance mit dem Dokumentarfilmer Shaheen Dill-Riaz in der Kaserne zu sehen. Mit ihrer Arbeit «Selberdenken, Setzen!», die sie zusammen mit Kris Merken und Bernhard Greif für die Treibstoff Theatertage Basel 2011 entwickelte, gewann sie den Publikumspreis und mit dem Kollektiv magic garden kreierte sie im selben Jahr die Performance «Diagnose Diagnose» und Anfang 2015 «Souvenir» am Schlachthaus Theater Bern. Ihre letzte Regie-Arbeit war «The Only Real Fucking Is Done On Paper» für das wildwuchs Festival 2013. Jetzt kehrt sie für die Premiere ihres neuen Stücks nach Basel zurück.

Performance Julia Bihl, Johannes Dullin Regie Corinne Maier Bühne Valerie Hess Dramaturgie Johanna Höhmann Künstlerische Mitarbeit Kris Merken Sounddesign/Komposition Bernhard La Dous Video Gernot Wöltjen Licht/technische Leitung Thomas Kohler Produktionsleitung Franziska Schmidt/strangerincompany

Untestützung Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL, Fondation Nestlé pour l’art, Stiftung Edith Maryon.

Gefördert durch PRAIRIE – Das Koproduktionsmodell von Migros-Kulturprozent mit innovativen Schweizer Theatergruppen

Explodierende Haarbälle, Schaumfontänen und fliegende Haie: Miet Warlop hat das Publikum bereits beim Theaterfestival Basel 2014 mit ihren verrückten Ideen und Objekten für sich eingenommen. Nach dem Erfolg mit «Mystery Magnet» kehrt die belgische Künstlerin mit einem Solo zurück nach Basel und knüpft genau dort an, wo sie mit ihrem Gruppenstück aufgehört hat. «Dragging The Bone» ist so etwas wie die Nachtseite des knallbunten «Mystery Magnet»: Das Publikum wird wieder mit einem Feuerwerk der Fantasie konfrontiert – diesmal aber ganz in Schwarzweiss. «Dragging the Bone» erzählt vom Individuum, von seinem Begehren, seinen Ängsten und der «grösseren Idee, der man manchmal begegnet, ohne zu wissen, was sie ist», erklärte Warlop gegenüber dem Tages-Anzeiger. Dafür taucht Warlop ihren Körper in Gips, der auf der Bühne den Raum wie eine Explosionszeichnung einnimmt. Erschaffung und Zerstörung wider alle ökonomische Vernunft ist für Warlops Arbeit zentral. Sie selbst meint dazu: «Man muss seine Hände schon sehr schmutzig machen, um etwas Schönes zu erschaffen». Und wie in «Mystery Magnet» stellt Warlop auch in «Dragging the Bone» ihren absurden Humor zur Schau, der für ihre Arbeit so wichtig ist. Da gibt es zum Beispiel einen Stein, der in sich die Energie des ältesten Witzes aufgenommen haben soll. So besagt es zumindest die Ursprungserzählung, mit der Miet Warlop ihr Solo eröffnet – und in dem sie Humor zum Kern von allem Humanen erhebt.

«Das ist ja die Qualität ihrer Arbeiten: dass sie mit der Fantasie souverän die Vernunft überschreitet. Damit nimmt sie eine Gegenposition zu jenen Kunstformen ein, die dem Diskurs in Sachen Vernunft noch etwas Zusätzliches hinzufügen wollen – und damit oft im Belehrtheater enden. Anders Warlop, die auf den Bühnen den lustvollen Exzess zelebriert. (…) Es scheint so, als ob am Ende Warlops gesamte Energie auf der Bühne zurückbliebe. Das klingt nach heroischer Selbstverschwendung, aber genau das war bisher die Keimzelle von Miet Warlops Erfolg. (…) Also ist wirklich alles ihre Fantasie, was wir auf der Bühne sehen? «Ja», sagt Miet Warlop entschieden.» Tages-Anzeiger, 1.2015

Concept, direction, sculptures and performance Miet Warlop Assisted by Barbara Vackier Assistants costumes An Breughelmans & Sofie Durnez Music Stefaan Van Leuven & Stephen de Waele Technique & Lighting Babette Poncelet Technique Jannes Dierynck et Hugh Roche Kelly Outside eye Danaï Anessiadou & Nicolas Provost Managing Carl Gydé Costumes & sculptures stagair Margré Steensma & Elleke Frijters Construction Collin Temple & Jeoren Dreezen Production Irene Wool vzw Production, selling and tour management Latitudes Prod (Lille)Coproduction Beursschouwburg Brussels, Buda Kortrijk/Next Festival International, Les Spectacles Vivants, Centre-Pompidou, Vooruit Ghent, Festival Automne en Normandie, Gessnerallee Zurich, Le Vivat scène conventionnée danse et théâtre d’Armentières, Théâtre Les Ateliers Lyon, TJP Centre Dramatique National d’Alsace Strasbourg, Kaserne Basel, Wp Zimmer Antwerp, Hebbel Am Ufer Berlin, Network Open Latitudes, ( Latitudes Contemporaines, Vooruit, L’Arsenic, Body/Mind, Teatro delle Moire, Sin Arts Culture, le phénix, MIR Festival, Materiais Diversos )With the support of the creation of Festival actoral, CAMPO, les Ballets C de la B, L.O.D, the Flemish Community, programme Culture from European Union

Details

Reithalle

CHF 35.- / 20.- (AHV, IV, Legi) / 15.- (STUcard, Colour Key, Kulturlegi)

Reservation unter Tel. 0041 61 666 60 00 oder Vorverkauf Starticket

ABO Infos: hier