Samstag 19.10.2013, 17:00

Where: Basel
Genre: Film | Others

Samstag 19.10 um 17:00 Uhr

Ein malischer Arzt – ausgebildet in der Stadt, im Einsatz auf dem Land – konstatiert “Toro si té (Tout va bien)”, scheinbar hat er seine Arbeit vollends im Griff. Mit welchen Strapazen Albert Schweitzer zu kämpfen hatte, wird uns der Film ALBERT SCHWEITZER – ANATOMIE EINES HEILIGEN zeigen. Vor allem im Film SCHLAFKRANKHEIT jedoch wird die innere Zerrissenheit zweier Ärzte in Kamerun – ob der schwierigen Arbeitsbedingungen – vergleichend dargestellt.
Anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des von Albert Schweitzer gegründeten Lambaréné-Spitals, organisiert das Neue Kino ein kleines Filmfest. In drei hervorragenden Produktionen trifft der Zuschauer eine Vielfalt an intensiven Portraits starker Arztpersönlichkeiten in Afrika an, die zum Reflektieren über den Arztberuf an sich und über dessen Darstellung in filmischen Bildern anregen.
15h30: Eröffnung und Diskussionsrunde (Fällt leider aus)
17h: ALBERT SCHWEITZER – ANATOMIE EINES HEILIGEN von Georg Misch, Deutschland 2010, 61 Minuten, Deutsch
Der Film zeichnet ein anschauliches Portrait Albert Schweitzers, ohne den Friedensnobelpreisträger zu verherrlichen. Sowohl Werk als auch Lebenseinstellung des ehrgeizigen Universalgenies – das in Medizin, Theologie, Musik und Philosophie brillierte – werden kritisch beäugt. Die Dokumentation zeichnet sich durch ihre biografischen Elemente, Perspektivenvielfalt und Filmzitate aus.
19h: TORO SI TÉ (TOUT VA BIEN) von Daisy Lamothe, Mali 2006, 58 Minuten, Bambara mit frz. Untertiteln
Wie geht ein afrikanischer Arzt mit seinen Patienten heutzutage um – ähnlich wie Schweitzer seinerzeit? Die Dokumentation veranschaulicht den Alltag eines Arztes im ruralen Süden Malis, der sich neben seiner eigenen Praxis darum sorgt, welche weiteren Behandlungsmethoden in der Region vorliegen.
21h: SCHLAFKRANKHEIT von Ulrich Köhler, DE/F/NL 2011, 88 Minuten, OV/d
Der erfahrene Ebbo Velten ist für die medizinische Versorgung im ländlichen Kamerun verantwortlich. Als der junge Arzt Alex Nzila aus Paris allerdings eine Evaluation der langjährigen Arbeit Veltens vornehmen soll, wird eine Kluft zwischen Anspruch und Realisierung von Projektzielen offenbar. In diesem preisgekrönten Spielfilm (Silberner Bär: Beste Regie) werden anhand zweier Arztpersönlichkeiten nicht nur die internationale Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch die Begriffe von Heimat, Fremde und Identität auf packende Weise in Frage gestellt.