Reviews

Genre: Festival

Das Openair Basel ist DAS Stadtfestival schlechthin und legt in seiner mittlerweile bereits sechsten Ausgabe wieder ein hochkarätiges Programm vor – für immer noch moderate Preise.
 

Ohne Titel1
 
Auch in seiner sechsten Ausgabe will das Basler Stadtfestival Openair Basel Musik-Fans, Familien und Freunde mit einem sorgfältig ausgewählten Programm anlocken. Dazu gibt es ein deftiges Rahmenprogramm mit dem bereits dazugehörigen NomiDance! (das leuchtend rote Soundsystem Turbo Audio Posse wird von diversen Basler und Schweizer Musikern und DJs jeweils ab 14.00 auf dem Kasernenplatz bespielt), vielen kulinarischen Köstlichkeiten und der Afterparty nach den Konzerten. Doch nun zur Hauptspeise dem Programm vom Freitag- und Samstagabend.
 

Ohne Titel4
 
Der Freitagabend wird von niemand geringerem eingeläutet als dem ehemaligen Queen of the Stone Age Mitglied Mark Lanegan und dessen Band. Der Sänger und Gitarrist aus Seattle zählt nach seinen bereits 13 veröffentlichten Solo-Alben seit den frühen Achtzigern immer noch zu den aufregendsten und umtriebigsten Künstlern der amerikanischen Rockmusik-­Szene und bewegt sich auch immer wieder trittfest in anderen musikalischen Gefilden. Es folgt danach eine ebenfalls bereits zwei Jahrzehnte existierende Band aus Bayern: The Notwist. Das Indie-Quintett, das immer wieder Abstecher in verschrobene elektronische Samples wagt, ist Live noch vielseitiger und unberechenbarer als auf ihren Platten. Den Abschluss des Freitagabends machen, dann die schwedischen R’n’B-Popper, welche mit ihrem munteren Genre-Mix die Beine des Publikums sicherlich nochmals zum Tanzen bringen werden.

Ohne Titel3
 

Der Samstagabend beginnt mit einer Premiere: Maribou State liefern am Open Air Basel ihr Schweizer Bühnendebüt. Das von zahlreichen Branchengrössen wie Lana Del Rey oder Ultraìsta immer wieder hochgelobte Duo schafft es scheinbar spielend, intelligenten elektronischen Dancefloor‐Sound zu kreieren. Michael Kiwanuka wird dann mit seinen noch nicht einmal dreissig Jahren das musikalische Zepter übernehmen und das Publikum mit seinem überaus adoleszenten Sound beschallen. Erwachsen ist Kiwanuka Sound vor allem weil Kiwanuka dem Soul der frühen Siebziger Jahre huldigt – ein solider Boden aus Folk und Jazz, eine Prise Blues, unendlich viel Soul und dies mit einer unvergleichlich markanten Stimme. Den Abschluss des zweiten Festival Tages wird der nicht mehr ganz so unbekannte Wahlwiener SOHN bilden. Der umtriebene Soundtüftler liefert stets eine unglaublich Vielschichtige Performance und dies natürlich in erster Linie in musikalischen Belangen, sowie aber auch mit seiner Licht- und Schattenshow. (YSC)

Line-Up

Freitag: Mark Lanegan Band, The Notwist, Little Dragon
Samstag: Maribou State Live, Michael Kiwanuka, SOHN

REINHÖREN