Reviews

Genre: Alternativ-Rock | Festival | Food | Indie-Pop

Das One of a Million (kurz: OOAM) Festival in Baden kann mittlerweile schon auf vier Saisons zurückblicken. Auch im Jahr fünf besticht das Boutique-Festival durch einen tollen Mix an arrivierten und Newcomer Acts. Das erste Wochenende des noch bis am 7. Februar dauernden musikalischen Treffen ist bereits vorbei. Am heutigen Ruhetag geben wir euch deshalb eine kleine Review vom gestrigen Konzert von Get Well Soon im Royal, sowie einen Ausblick auf die spannendsten Acts der kommenden Woche.

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Get Well Soon, die Band aus Mannheim rund um das musikalische Mastermind Konstantin Gropper, ist zur Zeit auf einer kleinen Tour nach dem Release von drei unterschiedlichsten 10“ EP’s. So verwunderte es dann auch nicht, dass die dargebotenen Lieder den Differenzen auf den EP’s folgten. Die mit Gropper zusammen sechsköpfige Band bestach durch eine gute Abstimmung und die Vielfältige Instrumentierung. So konnte der aufmerksame Konzertgänger feststellen, dass fünf der sechs Musiker mindestens zwei Instrumente spielten. Soundmässig war der Start etwas verhalten. Mit jedem Kleiderwechsel abseits der Bühne – währenddessen waren die Originalsongs, der Covers der dritten EP Auskoppelung „Greatest Hits“ zu hören – wurde der Mix angenehmer und voller im Klang.

Das Publikum goutierte dies mit reichlich Bewegung und Applaus. Allgemeiner Höhepunkt des Abends, gemessen an den Reaktionen der Zuschauer war „Roland, I Feel You“ aber auch ältere Songs wie „Automatic Heart“ vermochten zu entzücken. Einzige Downside am ganzen Abend war der vom „Publikum“ im voraus gevotete Song, den die Band zu covern hatte. Zusätzlich zum Gastmusiker vermochte der Song „Disco 2000“ von Pulp bei weitem nicht mit der Klasse der Songs von Gropper mithalten. Der Kritiker mag sich das nächste mal in den Po kneifen und selber einen besseren Song voten, den die Idee an sich ist cool und passt irgendwie ins Konzept der drei EP’s.

Nun noch die Leckereien der Konzerte dieser Woche. Zur Vorspeise gibt es ganz oft ganz wohl bekommende Schweizer Bands. Kejnu, From Kid oder End um nur ganz wenige zu nennen. Geschmacksrichtung jeweils Alternative, Indie, Pop-Rock teils mit Electronica abgeschmeckt. Gegen das Wochenende zu steigt die Importquote dann ziemlich an. Am Donnerstag zum Beispiel: Blaue Blume aus Dänemark. Aber bitte nur nicht zu früh vom Namen abschrecken lassen. Die Dänen bringen nahrhaften Shoegaze-Dreampop der Reverenzen zu den Cocteau Twins aufweist, manchmal aber auch etwas sperrig im Mundwinkel hängt. Woman’s Hour (UK) am Freitag dürfte vielen ähnlich vorkommen wie ein gutes Stück The XX. Viel Hall, eher spärlich Instrumentiert aber trotzdem verdammt fein! Auch wer keine Lust auf Bands hat kann sich was zur Brust nehmen. Sekuoia aus Dänemark spielen am Freitag erste Sahne Electronica und Bottled in England, auch aus Dänemark, lassen uns zu ihrem Drumm’n’Bass am Samstag die aufgenommenen Kalorien wieder abtanzen. (COH.)

Das genaue Programm findet Ihr Hier

En guete!

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