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Genre: Hip Hop

130923-black-milkSchon seit Jahren Geheimtipp für knallende Konzerte mit starker Liveband, wie dieses Jahr am Royal Arena Festival, versucht Black Milk die geballte Energie auf ein Album zu brennen.

Black Milk stammt aus Detroit, dem Mekka der rohen Independent-Rapper und arbeitete sich langsam zum etablierten und erfolgreichen Produzent und Rapper hoch. Wie in seinen vorherigen Alben sind auf If There’s a Hell Below die Lyrics seiner Songs kurze Geschichte, die jedoch erst durch die Musik komplettiert werden. Wobei auch auf diesem Album die Musikproduktion die wahre Meisterleistung darstellt. Denn Black Milk ist ein bei weitem besserer Produzent als Rapper. Herausragend ist die Technoreferenz “Detroit’s New Dance Show”, bei der 80s Pop mit Drum n Bass zusammengebraut wird sowie das grossartig orchestrierte „Interpret Sagbotage“. „What It’s Worth“ ist mit den schön getimten Doubletimeraps das raptechnisch Stärkste was Black Milk je hervorgebracht hat.

Alles in Allem ergibt das Album ein sauberer Mix an souligen Grooves und live Instrumentationen, der seinesgleichen sucht. Ebenso faszinierend wie auch enttäuschend ist die Tatsache, dass die Beats den Rap so deutlich überrunden.

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