Reviews

Genre: Festival

Was von weitem wie eine Jazzrockband mit Gitarre, Bass und Schlagzeug klang, stellte sich vor der Bühne als etwas anderes heraus. Das Quartett Selventher überraschte mit zwei Drums, Saxophon, Violine und Posaune, welche durch Effektboards geschleust wurden. Einiges ruhiger erzählte der Brasilianer Rodrigo Amarante und Band seine Geschichten in vier Sprachen. Kontrastreich ging es mit Birth Of Joy, einer jungen Psychedelic-Rock Gruppe aus Holland auf der Hauptbühne weiter. Auf der B-Stage legten die Psychobilly Garage-Rocker The Monster aus Bern Hand an.
Am Samstag fiel die Menge der unterschiedlichen Länder, von wo die Bands an die Kilbi kommen auf. Die Meridian Brothers, das Projekt des kolumbianischen Eblis Alvarez zeigte eine experimentelle Umgangsweise mit Tropical-Latin und wagte auch den Versuch, Purple Haze in ihre Musiksprache umzudenken.
Um viertel nach elf traten die Headliner Neutral Milk Hotel, auf die Bühne. Das erste Konzert in der Schweiz seit ihrer Reunion! Ihr Lof-Fi Folk schien bei den Leuten gut anzukommen und den meisten Erwartungen gerecht zu werden. Ein weiteres Highlight war die Band Jagwar Ma aus Australien. Zu dritt riefen sie mit ihrer ausgeklügelten Mischung von Indie, Psychedelic und Elektronischer Musik zum Tanzen auf. Als letzter Liveact nahm das deutsche Duo Diamond Version mit ihrem minimalistischen, harten Techno und der visuellen Show, die Zuschauer in industrielle Zukunftswelten mit. Anders gesagt: Kraftwerk meets Squarepusher. Wer danach noch immer nicht genug vom Festivalleben hatte, konnte den Abend wie jedes Jahr mit Dj Fett in der Club-Stage ausklingen lassen. (Christian Büttiker)

Tagesreport

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Interviews

Fingerzeig im Gespräch mit Phèdre