Reviews

Genre: Blues | Rock | Rock'n'roll

Wer seinen Namen zum ersten Mal hört und ihn versucht fehlerfrei auszusprechen, wird ihn kaum mit Rockmusik in Verbindung bringen. Schon gar nicht mit bluesgefärbtem Garage-Rock, reduziert auf das Grundlegendste und vorgetragen wie eine White Stripes-One-Man-Band. Aber genau das ist es, was der Sohn palästinensischer und philippinischer Einwanderer, aufgewachsen in San Francisco, mit seinem Debüt-Album abliefert. Musikalisch sind Vergleiche mit frühen White Stripes Songs oder den Black Keys erlaubt. Mit den Texten erreicht Hanni jedoch nicht die Tiefe eines Jack White. Dazu fehlt es dem Amerikaner schlicht an Authentizität. Sein Auftreten und die perfekt inszenierten Videos wirken etwas aufgesetzt und lassen, mit dem Wissen dass Hanni zuvor in der Marketingabteilung eines Skateboard- und Modelabels als Kreativdirektor tätig war und sich damit auskennt ein Image zu kreieren, die Glaubwürdigkeit etwas leiden.

Macht aber nichts, denn die Inszenierung ist großartig und lässt beim Rock’n’Roller keine Wünsche offen. So stören auch die drei Covers auf dem nur knapp 30-minütigen Album nicht. Im Gegenteil. Das mit Banjo gespielte und zum Folk-Song transformierte Remake „Hartbreak Hotel“ wurde noch nie so grausam trostlos und roh interpretiert. „For anyone who’s ever been shot or hit by a train – knife-fight music“  urteilt Hanni selbst über sein Debüt – kann man so stehen lassen und weiterempfehlen. (doh)

Discography

2011 Will the Guns Come Out

Tracks – Will the Guns Come Out

1 Will the Guns Come Out / 2 Build.Destroy.Rebuild. / 3 Fuck It, You Win / 4 Dead Wrong / 5 Come Alive / 6 Loved One / 7 Heartbreak Hotel / 8 Wait Wait Wait / 9 Garbage City / 10 You Rascal You / 11 I Got a Thing